Der Bergahorn lässt sich ohne Laub als junger Bonsai kaum vom Spitzahorn unterscheiden. Mit Laub wird es schon etwas leichter. Beim Entfernen eines Blattes tritt beim Spitzahorn eine milchige und beim Bergahorn eine transparente Flüssigkeit aus. Im Alter blättert beim Bergahorn die weißlich-graue Rinde in Platten ab. Das Laub ist fünflappig grün und färbt sich im Herbst gold-gelb. Besondere Standortansprüche stellt der Bergahorn nicht. Ein sonniger Platz ist ebenso gut wie ein halbschattiger. Im Winter ist ein normaler Überwinterungsschutz im Freien ausreichend. Die Gestaltung erweist sich wie beim Spitzahorn nicht ganz einfach. Da der Bergahorn starkwachsend ist, sollte man die Größe der Gestaltungsform nicht zu klein wählen. Um eine gleichmäßige feine Verzweigung zu erreichen, ist ein Entfernen der Spitzenknospen im Frühjahr vor dem Austreiben notwendig. Der Formschnitt sollte nur im Frühjahr während der Wachstumsruhe erfolgen, um ein starkes Bluten zu vermeiden. Im Sommer werden lange Triebe zurückgeschnitten. Ebenso werden große Blätter entfernt, um eine gute Durchlüftung und Belichtung der Krone zu gewährleisten. Gedüngt wird mit organisch-mineralischem Bonsaidünger von Mai bis Oktober. Je nach Zustand und Beschaffenheit der Erde wird alle 2-4 Jahre in eine gute wasser- und luftführende Erde umgetopft. Läuse, die im Laufe des Sommers auftreten, sollte man mit Wasser von den Blättern spülen