Bonsaischule Enger

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Der bei uns beheimatete Feldahorn steht dem japanischen Dreispitzahorn in der Gestaltung nichts nach. Seine kleinen, dreilappigen grünen Blätter verfärben sich im Herbst goldgelb. Die Rinde hat in der Jugend starke Korkleisten, die sich im Alter zu weichen Korkplatten entwickeln. In der freien Natur wird der Feldahorn als Baum maximal 15 Meter hoch. Oft sieht man ihn als Strauch oder Heckenpflanze. Er liebt sandig-lehmige Kalkböden. Das bedeutet für die Bonsaigestaltung, dass eine gute luft- und wasserführende Erde sehr wichtig ist. Wir verwenden in der Anzucht die Jungpflanzen-Erde (Bestell Nr. 1418) und in der Weiterkultivierung unsere Hausmischung (Bestell Nr. 1048). Klimabedingte Probleme hat der Feldahorn gegenüber vielen japanischen Ahorn-Arten nicht. Starke Schnittverträglichkeit und sehr gute Wuchseigenschaften zeichnen ihn besonders aus. Der Standort im Sommer sollte sonnig und luftig sein. So kann sich der Feldahorn gut entwickeln, bleibt gesund und hat im Herbst eine schöne Gelbfärbung. An windarmen und schattigen Plätzen ist ein Befall von Mehltau sehr häufig. Eine Behandlung mit Mehltaumitteln ist dann notwendig (z. B. Saprol 0,2%). Während der gesamten Wachstumsperiode können die frischen Triebe auf ein bis zwei Blattpaare zurückgeschnitten werden. Ein Formschnitt mit komplettem Blattschnitt im Sommer hat reichlich frische Triebe und kleine Blätter zur Folge. Eine gleichmäßige Düngung ab Austrieb bis zur Herbstfärbung ist ebenso wichtig wie eine ausreichende Bewässerung, besonders an heißen Sommertagen. Umgetopft wird im Frühjahr kurz vor dem Austrieb, je nachdem wie stark die Bonsaischale oder der Anzuchttopf durchwurzelt ist. Da der Feldahorn "frostfest" ist, reicht im Winter ein normaler Schutz vollkommen aus.