Der Feuerahorn trägt seinen Namen zurecht, denn wenn seine dreilappigen sommergrünen Blätter ihre Herbstfärbung bekommen, leuchtet der Baum feurig-rot. Er ist in Nord-China, Japan und in der Mandschurei beheimatet und wächst dort als Strauch oder kleiner Baum bis 6 Meter hoch. In der Sowjetunion wird er sehr gern als Schutzhecke gegen Schneestürme gepflanzt. Diese Widerstandskraft ist sicherlich für die Bonsaigestaltung von Nutzen, zumal im Winter oft ein "Erfrieren" der Pflanzen befürchtet wird. Die im Sommer oft zu lang austreibenden Äste ( lange Internodien ) sollte man rechtzeitig zurückschneiden, um einen kompakten Wuchs zu erhalten. Der Formschnitt kann das ganze Jahr über durchgeführt werden. Wir haben die Erfahrung gemacht, daß viele Laubgehölze, besonders Ahornsorten, den Formschnitt am Besten im Sommer mit einem Blattschnitt vertragen. Innerhalb von zwei Wochen treiben die Pflanzen wieder aus, oft an Stellen, an denen man es nicht vermuten würde. Durch diesen Formschnitt incl. Blattschnitt im Sommer erhält man frisches kleines bis weit in den Herbst hinein gesundes Laub und eine tolle Herbstfärbung. Wurzelschnitt und umtopfen wird im Frühjahr kurz vor dem Austrieb durchgeführt. Der Feuerahorn liebt einen luftigen, humosen Boden. Unsere Hausmischung (ein Gemisch aus Torf, Bimskies, Akadama, Splitt und Sand) können wir für das Eintopfen in Bonsaischalen sehr empfehlen. Wird er als Rohware in Kunststofftöpfen weiterkultiviert, reicht auch normale Blumenerde. Wir verwenden hierfür unsere Jungpflanzenerde, (ein Gemisch aus Torf, Reisspelzen und Sand). Ein sonniger Standort im Sommer bringt zwar viel Gießarbeit mit sich, fördert aber die gesunde Entwicklung des Ahorns. Im Winter ist ein normaler Überwinterungsschutz ausreichend. Wir überwintern unsere Feuerahorn-Jungpflanzen in einem nicht geheizten Folienhaus und haben im Gegensatz zum Dreispitzahorn hier noch keine frostbedingten Ausfälle gehabt.